Identitat und Rolle
Kontext, Konzept und Wirkungsgeschichte der Genieasthetik bei Novalis
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Die bislang unberucksichtigt gebliebene Vorstellung von einer "synthetischen Person", die einen "inneren Plural" ausbildet und so "in mehreren Personen zerteilt, doch auch eine zu sein vermag", steht im Zentrum der fruhromantischen Genieasthetik des Novalis. Diese in der Auseinandersetzung mit Fichte entwickelte Denkfigur ist eng verzahnt mit der Salonkultur und literarischen Gruppenbildung um 1800, aber auch mit der naturphilosophischen Enzyklopadistik und der poetischen Praxis. Mit ihr erweist sich Novalis - uberdie Vermittler Dilthey und Simmel - als Vorlaufer moderner, rollensoziologisch differenzierter Identitatskonzepte. Als genauer Beobachter der Entwicklungsdynamik und Komplexitatssteigerung der Moderne erscheint er zugleich auch als Anwalt einer reflektierten Pluaralitat, deren Akzeptanz gerade in der aktuellen Diskussion um die Postmoderne den zentralen Fluchtpunkt eines zeitadaquaten Seltbstverstandnisses bildet.
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